Meeresreptil
Plesiosaurus
Der Meeresbewohner mit dem langen Hals

Der Plesiosaurus war ein Meeresreptil, das vor etwa 201 bis 183 Millionen Jahren im frühen Jura lebte. Er schwamm durch die warmen Meere, die damals große Teile Europas bedeckten. Fossilien des Plesiosaurus wurden vor allem in England und Deutschland gefunden. Sein auffälligstes Merkmal war der lange, bewegliche Hals mit einem kleinen Kopf. Sein Körper war breit und kräftig, während seine vier großen Flossen wie Paddel geformt waren. Mit ihnen bewegte sich der Plesiosaurus vermutlich ähnlich wie eine heutige Meeresschildkröte durch das Wasser.
Der Plesiosaurus war ein Fleischfresser. In seinem schmalen Maul befanden sich viele lange, spitze Zähne. Damit konnte er Fische, Tintenfische und andere kleine Meerestiere packen und festhalten. Vermutlich näherte er sich seiner Beute vorsichtig und schnappte dann schnell mit seinem langen Hals zu. Obwohl der Plesiosaurus häufig zusammen mit Dinosauriern gezeigt wird, war er selbst kein Dinosaurier. Er gehörte zu einer eigenen Gruppe von Meeresreptilien und war vollständig an das Leben im Wasser angepasst. Zum Atmen musste er jedoch regelmäßig an die Wasseroberfläche kommen.
Wissenswertes auf einen Blick
- Zeitraum: Vor etwa 201 bis 183 Millionen Jahren (Jurazeit)
- Länge: Etwa 3 bis 5 Meter
- Gewicht: Mehrere hundert Kilogramm
- Lebensraum: Warme Meere
- Nahrung: Fische, Tintenfische und andere kleine Meerestiere
Schon gewusst?
Der Plesiosaurus hatte vier kräftige Flossen. Mit ihnen „flog“ er vermutlich fast wie ein Vogel durch das Wasser – allerdings konnte er nicht an Land laufen.
Unser Modell heute betrachtet

Unser Plesiosaurus-Modell zeigt den Hals wie eine hohe Schlangenwelle über dem Wasser – nach heutigem Wissensstand hielt ein Plesiosaurus seinen Hals aber meist viel gerader und bewegte ihn eher seitlich oder sanft gebogen. Auch den Körper trug er waagerecht im Wasser und schwamm mit seinen vier Flossen wie unter Wasser „fliegend“, statt den Hals so steil aufzurichten. Wahrscheinlich konnte er den langen Hals nicht so stark nach oben krümmen, weil seine Halsknochen das nur begrenzt erlaubten. So sieht das Modell zwar spannend aus, aber heute stellen Forschende Plesiosaurier meist als ruhige, stromlinienförmige Schwimmer mit einer natürlicheren Körperhaltung dar.