Steckbrief
Der Urmensch
Der geschickte Jäger der Eiszeit

Die Menschen der Eiszeit lebten vor vielen Tausend Jahren in einer kalten Welt. Während dieser Zeit zogen große Mammuts, Wollnashörner und Rentiere durch die weiten Graslandschaften Europas und Asiens. Zu den bekanntesten Menschen dieser Zeit gehörten die Neandertaler und die frühen modernen Menschen. Die Eiszeitmenschen waren gut an das Leben in der Kälte angepasst. Sie trugen Kleidung aus Tierfellen und nutzten Höhlen oder selbst gebaute Hütten als Schutz vor Wind, Schnee und niedrigen Temperaturen. Feuer spendete ihnen Wärme und Licht. Außerdem konnten sie damit Nahrung zubereiten und gefährliche Tiere fernhalten.
Die Menschen stellten Werkzeuge und Waffen aus Stein, Holz, Knochen und Geweih her. Mit Speeren jagten sie Rentiere, Wildpferde und andere Tiere. Mammuts wurden vermutlich nur selten gejagt, da sie sehr groß und gefährlich waren. Die Menschen sammelten außerdem essbare Pflanzen, Beeren, Wurzeln und Nüsse. Das Leben in der Eiszeit war nicht einfach. Die Menschen lebten häufig in kleinen Gruppen und arbeiteten zusammen. Gemeinsam suchten sie Nahrung, kümmerten sich um Kinder und schützten sich vor Gefahren. Ihr Wissen über Tiere, Pflanzen und die Natur half ihnen dabei, auch unter schwierigen Bedingungen zu überleben.
Eiszeitmenschen waren außerdem geschickte Künstler. Sie malten Tiere an Höhlenwände und stellten kleine Figuren aus Knochen, Stein oder Elfenbein her. Viele dieser Kunstwerke sind bis heute erhalten und erzählen uns vom Leben vor Tausenden von Jahren.
Die frühen Urmenschen trafen auch immer wieder auf Säbelzahntiger
Wissenswertes auf einen Blick
- Zeitraum: Vor mehreren Hunderttausend Jahren bis etwa 10.000 Jahren
- Lebensraum: Europa, Asien und andere Teile der Erde
- Unterkünfte: Höhlen, Zelte und Hütten
- Werkzeuge: Stein, Holz, Knochen und Geweih
- Nahrung: Fleisch, Fisch, Beeren, Wurzeln, Nüsse und andere Pflanzen
Schon gewusst?
Die Menschen der Eiszeit lebten zur gleichen Zeit wie Mammuts. Sie nutzten nicht nur deren Fleisch als Nahrung, sondern konnten auch Knochen, Stoßzähne und Felle verwenden, um Werkzeuge, Schutzdächer und warme Kleidung herzustellen.