Säugetier
Wisent
Der mächtige Riese der Eiszeit, der heute noch lebt

Der Wisent ist das größte Landsäugetier Europas. Seine Vorfahren lebten bereits zur Zeit der Urmenschen und durchstreiften die weiten Graslandschaften und lichten Wälder Europas. Während der Eiszeit begegneten frühe moderne Menschen und Neandertaler verschiedenen großen Wildrindern. Sein auffälligstes Merkmal ist der kräftige Körper mit dem hohen Schulterbereich. Der Wisent besitzt ein dichtes, braunes Fell, einen großen Kopf und zwei kurze, gebogene Hörner. Besonders an Kopf, Hals und Schultern ist das Fell lang und zottelig. Es schützt ihn vor Wind, Schnee und niedrigen Temperaturen.
Der Wisent ist ein Pflanzenfresser. Er ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Zweigen und Baumrinde. Mit seinem kräftigen Kopf kann er Pflanzen erreichen und im Winter sogar Schnee zur Seite schieben, um darunter nach Nahrung zu suchen. Zur Zeit der Urmenschen waren große Wildrinder wichtige Beutetiere. Sie lieferten Fleisch als Nahrung sowie Felle, Knochen und Hörner. Daraus konnten Kleidung, Werkzeuge und andere nützliche Gegenstände hergestellt werden. Die Jagd auf ein so großes und kräftiges Tier war jedoch gefährlich und erforderte vermutlich eine gute Planung und die Zusammenarbeit mehrerer Menschen.
Wisentähnliche Wildrinder wurden auch in Höhlenmalereien dargestellt. Diese Kunstwerke zeigen, wie wichtig und beeindruckend die großen Tiere für die Menschen der Eiszeit waren.
Wissenswertes auf einen Blick
- Zeitraum: Vorfahren und verwandte Wildrinder lebten bereits während der Eiszeit
- Körperlänge: Bis zu 3 Meter
- Schulterhöhe: Bis zu 2 Meter
- Gewicht: Bis zu etwa 900 Kilogramm
- Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter, Zweige und Baumrinde
Schon gewusst?
Der Wisent wäre im 20. Jahrhundert beinahe ausgestorben. Durch erfolgreiche Zucht- und Schutzprogramme leben heute wieder Wisente in freier Wildbahn. Er ist damit ein beeindruckender Überlebender und erinnert noch heute an die großen Wildtiere aus der Zeit der Urmenschen.
